Warum Schiffe viele Sprachen sprechen
Navigationsgeräte, Motoren, Automatisierung und Sensoren wurden von verschiedenen Herstellern über verschiedene Jahrzehnte hinweg gebaut. Das Ergebnis ist eine Mischung aus seriellen Bussen, CAN-Netzwerken und Industrieprotokollen, die nicht von Natur aus miteinander kommunizieren – genau deshalb ist Integrationsarbeit vor jeder Analyse erforderlich.
Instrumenten- und Navigationsbusse
NMEA 0183 ist der ältere serielle Standard, der immer noch in VHF- und AIS-Nachrichten verwendet wird, während NMEA 2000 (ein CAN-basiertes Netzwerk, das PGN-Nachrichten verwendet) der heutige De-facto-Standard für Instrumente ist. Neuere Ethernet-basierte Schichten wie NMEA OneNet und IEC 61162-450 übertragen deutlich mehr Daten über die Brücke.
Maschinen- und Industrieprotokolle
Motor- und Maschinendaten werden oft über SAE J1939 auf CAN übertragen, wobei Modbus und OPC-UA in Automatisierungs- und SCADA-Systemen verbreitet sind. Gateways übersetzen zwischen diesen und den Instrumentenbussen, wodurch unterschiedliche Geräte zu einem einzigen Datenstrom zusammengeführt werden.
Standardisierung der Daten
ISO 19848 definiert eine Standardstruktur und -benennung für Datenkanäle von Schiffsausrüstung, und ISO 19847 behandelt die Borddatenserver, die diese Daten teilen. Leichtgewichtige Messaging-Protokolle wie MQTT übertragen diese normalisierten Daten dann effizient, selbst über schwache Verbindungen.