Die Herausforderung der Konnektivität auf See
Im Gegensatz zu einem Gebäude an Land hat ein fahrendes Schiff keine feste Leitung. Die Abdeckung ändert sich mit Standort und Wetter, Verbindungen können Minuten oder Stunden lang unterbrochen sein, und jedes Megabyte über Satellit kostet Geld. Jedes System, das davon abhängt, dass das Schiff online ist, wird fehlschlagen; Systeme, die intermittierende Verbindungen erwarten, sind erfolgreich.
Satellitenschichten: LEO, MEO und GEO
Konstellationen im niedrigen Erdorbit (wie Starlink und OneWeb) liefern hohe Geschwindigkeit und niedrige Latenz, wodurch Cloud-basiertes Arbeiten auf See praktikabel wird. Dienste im mittleren Erdorbit ergänzen faserähnliche regionale Kapazitäten, während geostationäres VSAT im Ku-, Ka- und C-Band seit langem das Arbeitspferd mit breiter, vorhersehbarer Abdeckung, aber höherer Latenz ist.
L-Band und Sicherheitskommunikation
Mobile L-Band-Satellitendienste (Inmarsat FleetBroadband und Fleet Xpress, Iridium Certus) tauschen rohe Geschwindigkeit gegen kompakte Antennen und hohe Zuverlässigkeit ein — die Verbindung, die funktioniert, wenn andere ausfallen. Sie bilden auch die Grundlage für GMDSS, das obligatorische globale Seenot- und Sicherheitsfunksystem.
Aufbau eines widerstandsfähigen Hybridnetzwerks
Die aktuelle Best Practice ist ein geschichtetes Netzwerk: eine schnelle LEO-Verbindung als primäre, GEO/VSAT oder L-Band als Backup, Mobilfunk in Küstennähe und automatische Umschaltung zwischen diesen. Das Designziel ist eine „graceful degradation“ — die wichtigsten Daten gelangen immer noch durch, wenn die beste Verbindung nicht mehr verfügbar ist.